Lebensenergie-Playlist 002

Jetzt habe ich ausführlich vom „Ancient Trance Festival“ berichtet, dass ich euch auch an der Musik teilhaben lassen möchte, die ich dort genießen durfte. Da die Auswahl schwer war, habe ich eine längere Playlist zusammengestellt, in der ihr die besten Bands des Festivals erleben könnt – auf einige hatte ich mich schon gefreut, andere waren tolle Neuentdeckungen. Direkt als ich am Freitag auf dem Festivalgelände eintrudelte, begann Dikanda, eine tolle Band aus Polen, deren CDs ich schon seit vielen Jahren immer wieder begeistert höre. Live sind sie der absolute Knaller. In der Playlist findet ihr nicht nur einen Song sondern auch eine etwas längere Doku über die Band.
Insbesondere war ich besonders heiß drauf, die australische Band OKA wiedersehen zu können. Ich habe sie während meiner Australien-Zeit drei Mal live erleben können und die Jungs haben jedesmal das Zelt oder die Wiese so dermaßen zum Rocken gebracht, dass man vor lauter Energie am Fliegen war – Didgeridoo-Dancefloor-Worldbeats vom Feinsten. Auch dieses Mal waren sie für mich trotz vieler anderer Highlights die absoluten Stars des Festivals. Ich hoffe, die Videos können einen Eindruck davon vermitteln.
Samstagmorgen dann im strahlenden Sonnenschein entspannt auf der Wiese sitzen und den Klängen von Vladiswar Nadishana und Dima Gorelik lauschen, war der perfekte Start für einen reichen musikalischen Tag, der dann nächtens mit OKA ekstatisch endete.
Manu Delago und seine Band Handmade sowie die Berliner Band Bukahara lieferten im Laufe des Tages weiteres virtuoses und vielseitiges musikalisches Futter.
Die größte Überraschung war dann am Sonntag für mich der russische Violinist Larion Dyakov, von dem ich zuvor noch nie gehört hatte. Sicher haben die meisten von euch schon mal Musiker erlebt, die allein spielen und mit einer Loop-Maschine mehrere Tonspuren hintereinander aufnehmen, die sie beliebig ein und ausschalten und über die sie dann letztendlich ihre Soli spielen. Oft machen das Beatboxer mit ihrer Stimme. Aber noch nie habe ich einen klassischen Musiker gesehen, der das mit einer Violine macht. Das war pure Magie – unglaublich, was für tiefe und weite Klangsphären Larion Dyakov kreiiert – eine wundervolle, zarte Reise. Totale Gänsehaut!
Von AnnaRF aus Israel/Palästina bin ich schon seit Jahren Fan und habe glaube ich so ziemlich alle Aufnahmen, die es von ihnen gibt. Auch ihre vielen Youtube-Videos machen immer wieder Spaß. Es war ein Güteklasse-Power-Ereignis, die Jungs endlich mal live zu erleben. Der Sänger kommt in den Videos meist eher clownesk rüber, aber auf der Bühne ist er überraschenderweise ein kraftvoll-charismatischer Frontmann, der die Meute zum Kochen bringt und echt was zu sagen hat. Großartig!
Und last but not least haben dann die Herren der legendären Fanfara Ciocalia aus Rumänien das Ganze mit ihrem Gypsy-Brass-Rock´n´Roll abgeschlossen. Reichlich Posaunen, Trompeten, Saxophone, eine Pauke, eine Snare und ein Sänger bringen die Meute von der ersten Sekunde an zum Toben.
Ich habe ein ganzes Konzert von ihnen auf Youtube entdeckt, dass ich der Playlist beigefügt habe.
Alle Bands in der Playlist sind es wert, entdeckt zu werden und wann immer ihr die Chance habt, eine davon live zu erleben, könnt ihr euch auf intensive Ganzkörper-Erfahrungen freuen. Ich wünsche viel Freude!