Ganzheit und Vollkommenheit

Auszug aus dem Buch „Amo ergo sum – Ich liebe also bin ich“
(Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Christina Kessler)

Die Sehnsucht nach Vollkommenheit ist die Musik, die zwischen uns selbst und der Welt erklingt. Die Bedürfnisse des Selbst sind die Töne, die Bedürfnisse der Welt die dazugehörenden Obertöne. Gemeinsam stellen sie die unterschiedlichen Wellenlängen desselben evolutionären Dranges dar, desselben sehnsuchtsvollen Liedes.

Es ist der kosmische Rhythmus, der in uns hinein- und durch uns hindurchgeht, und der durch uns im gleichen Moment transformiert wird, indem wir ihn zu tanzen beginnen. Was das Selbst braucht, braucht auch die Welt, denn sie sind dem Wesen nach das Gleiche. Daher ist es wichtig für die Welt, dass wir bekommen, wessen wir bedürfen.

Sind wir auf das Wohl des Ganzen ausgerichtet, dann ist es keine Selbstsucht oder Anmaßung mehr, wenn wir alle Gelegenheiten beim Schopf packen, die sich uns bieten, damit wir weiter wachsen können. Im Gegenteil ist es doch so, dass wir durch unser geistiges Wachstum zur Evolution des Universums beitragen.

Indem wir unseren Platz einnehmen, dort sind, wo wir Erfüllung finden, schließen wir uns der Harmonie des Ganzen an. Mangel an Erfüllung macht sich in umgekehrter Weise bemerkbar: das Evolutionspotenzial sinkt ab, verlangsamt sich.
„Es gehört zur Würde des Menschen, dass er das Universum zur Vollkommenheit bringen soll“ lautet der treffende Kommentar Raimon Panikkars hinsichtlich des Zusammenspiels von Mensch und Welt.

In der Sehnsucht nach Vollkommenheit wird das universale Organisierungsprinzip der Selbsttranszendenz, das Makrokosmos und Mikrokosmos in Übereinstimmung bringt, emotional spürbar.
Geht man ihr nach, wir die gesamte Matrix des Kraftfelds von Wahrheit und Wirklichkeit rekrutiert und zur Mitarbeit herangezogen. Die Lebensenergie steht ganz im Dienst des Dranges zur Vollendung. Wie sich Sonnenlicht, die Nährstoffe des Erdbodens und die Luft um die neuen Keime des Frühlings organisieren, so befindet sich auch unser Bedürfnis, die höchste Vorstellung von uns selbst zu verwirklichen, in Resonanz mit dem makrokosmischen Drang nach Harmonie.

Indem wir unsere Träume anerkennen, entlocken wir dem Kraftfeld die benötigte Nahrung, um sie sogleich verwirklichen zu können. Auf diese Weise schwingen wir uns in das kosmische Organisierungsprinzip ein, gelangen in das Reich der Fügungen und Wunder, partizipieren am Gesetz der Synchronizität.
Wenn wir mit der Lebenskraft anstatt gegen ihren Strom schwimmen, werden wir immer genügend Energie für unsere jeweiligen Aufgaben zur Verfügung haben. Wir werden sehen, dass sich mit jeder neuen Herausforderung neue Kräfte erschließen. Mit der Aufgabe wächst die Kraft. Das Kraftfeld trägt regelrecht Verlangen danach, beackert zu werden, seine Nährstoffe herzugeben und eine neue Schöpfung zu formen.

In der Gehirnforschung ist ein Prinzip namens „Rekrutierung“ bekannt, bei dem mehr und immer mehr Teile des Gehirns zu gemeinschaftlichen Aktionen herangezogen werden, um um immer schwierigere Aufgaben zu bewältigen.
Bei der Verwirklichung unserer höchsten Visionen wird das Rekrutierungssystem des Gehirns optimal genutzt. Alle Naturgesetze werden rekrutiert, um unsere Ideale Realität werden zu lassen. ALLES ist darauf eingerichtet, uns auf unserem Weg zur Vollkommenheit zu unterstützen.

Der Folgesatz für unser Leben sollte deshalb lauten: „Erkenne dein Natur, respektiere sie und lebe nach ihr. Damit setzt du alle Faktoren, die dich beeinträchtigen oder krank machen, außer Kraft. Du beschreitest den Weg der Harmonie. Deinem innersten Wesen kannst du genauso wenig entfliehen wie der Wahrheit. Du kannst nur gegen sie leben – oder mit ihr.“

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Ausführliche Informationen über die Arbeit und Veröffentlichungen von Christina Kessler:
www.christinakessler.com
E-Mail: office@christinakessler.com
Tel: 08802-8151


 

 

Dr. Christina Kessler, Kulturanthropologin, Autorin, Seminarleiterin, Begründerin der Amosophie, Expertin der Lebensenergie-Konferenz: zum Expertenprofil