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Funktioniert die Simplonik wirklich?

Kürzlich stellte uns jemand verunsichert angesichts des Todes eines guten Bekannten, der „Simplonik praktizierte“, die Frage, wie es denn zu diesem „Misserfolg mit der Simplonik“ kommen könne.
Was wie eine Frage erscheint, ist tatsächlich keine. Es ist vielmehr der Ausdruck einer Meinung. Sie ist symptomatisch für eine dem Bildungssystem innewohnende Programmierung. Man hat der menschlichen Wahrnehmung gleichsam einen wirklichkeitsverstümmelnden Filter vorgeschaltet. Ein Ausdruck dieser Programmierung ist die Eigentümlichkeit, nur bis zur Bildung von Meinungen zu gelangen. Die tatsächliche Auseinandersetzung mit einem Thema findet nicht statt, in diesem Fall mit der Simplonik als Grundlagenwissenschaft und den begründenden Fakten.
Ein derartiges Verhalten blockiert unbemerkt jede echte Eigenkompetenz und Handlungsfähigkeit. Dies gilt nicht nur in Angelegenheiten der Gesundheit und gelebter Spiritualität. Denn solche, scheinbar aus dem Nichts entstehenden Meinungen, unterbinden jede ernsthafte und eigenständige Beschäftigung mit dem jeweiligen Thema.
Schule und Bildung erziehen zum Glauben an die vermittelten Inhalte. Im Hintergrund schwelt oftmals die Erwartung, einer Auseinandersetzung mit vermeintlich komplizierten Sachverhalten nicht gewachsen zu sein.
So erstauntes nicht, wenn Probleme und Lösungen immer irgendwo „da draußen“ bei einem Spezialisten, einem Heiler und am liebsten mit einem Patentrezept gesucht werden. Gleich welcher Erfolg, er soll von Anderen gemacht werden. Ich komme darauf zurück.

Oft müssen wir Menschen ziehen lassen, die wir als gute Freunde und Gleichgesinnte sehr zu schätzen gelernt haben. Allzu gerne hätten wir noch viel mehr Zeit für- und miteinander gehabt, um zum Beispiel gemeinsame Projekte umsetzen zu können.
Die Frage nun, warum es beim eingangs erwähnten Freund „nicht funktioniert habe“, resultiert aus einer anerzogenen, abhängigen Konsumhaltung, mit der man sich jede Kompetenz im eigenen Leben hat rauben lassen.
Niemals zuvor haben Menschen derart weitreichend ihr Leben Spezialisten überlassen. Dabei
funktionieren unsere Seele, unser Geist und unser Körper nach ganz einfachen Regeln, die jeder verstehen kann. Es sind die Naturgesetze, mit denen der Wissenschaftler seit langem wie selbstverständlich umgeht. Es war ein bisher bemerkenswertes Defizit, dieses Wissen nicht auf das gesamte menschliche Dasein anzuwenden. Zunehmendes Wissen erfordert mehr Spezialisten, denen der Laie nur glauben kann. Heute wird mehr geglaubt als je zuvor.
Das ist keine leblose, kalte Absage an Gefühle, Empfindungen und den ganzen Reichtum eines gelebten, spirituellen Lebens, ganz im Gegenteil. Es ergibt sich vielmehr die bisher fehlende Klarheit echten Wissens, das jedem Glauben, auch dem religiösen Glauben den Boden entzieht.
Es ist die Chance geistig klar und innerlich gefestigt zu werden, was mit Glauben unmöglich ist.
Nun bedeutet Wissen nicht automatisch, dass man es unverzüglich im gegebenen Moment umsetzen könnte. Mit Respekt vor dieser Tatsache ist mir klar, dass ich in meinem täglichen Tun daher nur lehren und zum Üben anregen kann.

Echte Spiritualität, das Leben spirituell zu führen, ist eine Frage der inneren Ausrichtung auf das größere Ganze. Wir sind Teil der Natur, haben einen nach Naturgesetzen gewachsenen und funktionierenden Körper. Wir leben in einer dreidimensionalen, gegenständlichen Welt. Dies muss angesichts der nachweislichen Vernetzung alles Existierenden einen Sinn haben. Was liegt näher, als dass es darum geht, seine besondere Einzigartigkeit ausdrucksstark zu verkörpern.
Gelebte Spiritualität ist daher bodenständig, übt sich im Lieben der eigenen, inneren Natur und erkennt die untrennbare Beziehung zur äußeren Natur.
So streben wir als Lebewesen von der funktionierenden Person mit Maske zum wachen Menschen und möglicherweise weiter zu höher entwickelten, sich selbst voll bewussten Lebensformen.
Spiritualität ist Rückbesinnung, ist Religio. Ich erkenne den jetzigen Moment als das Einzige und Wichtigste, was es im Leben gibt. Und tatsächlich gibt es nichts Anderes als Momente.
Vergangenheit und Zukunft sind Begriffe des Denkens, mit denen sich manches ordnen lässt. Doch Alles geschieht immer nur JETZT. Spiritualität trennt nicht zwischen Diesseits und Jenseits, denn es ist nur ein Diesseits und Jenseits unserer Sinne.
Daher ist der Alltag genauso spirituell wie jede mystische Erfahrung in meditativer Ruhe. Tatsächlich ist der Alltag sogar weitaus geeigneter, ein lebendiges, tief erfülltes Leben JETZT zu führen. Denn er konfrontiert materiell und konkret mit dem Leben auf dieser Erde im Diesseits unserer Sinne.
Wir haben ein körperliches Dasein als Abbild unseres Innenlebens. Alle Ansichten, Sichtweisen, Haltungen zu einer Sache bilden sich als Haltung und Gestalt im Körper ab. Echte Spiritualität schätzt also den Körper über die Maßen und versteht den tieferen Sinn darin, seine Einzigartigkeit als Lebewesen zu verkörpern.
Sobald diese aus der Natur abgeleiteten Einsichten verstanden werden, erkennt man erstaunlich einfache Zusammenhänge. Sie waren immer schon da, nur fehlte jede Vorstellung, dass es so einfach sein könnte. Eine Folge ist, dass man früher oder später Heiler und Therapeuten nicht mehr beanspruchen muss.

Bodenständige Spiritualität schätzt das körperliche Dasein als ein Hilfsmittel für wertvolle und erfüllende Erfahrungen. „Früher oder später“ schreibe ich mit Bedacht! Auf dem Weg zu dieser größtmöglichen Einfachheit ist meist eine Ansammlung von Glaubenssätzen, manchmal komplett ein irreführendes und lückenhaftes Weltbild zu durchleben, um sich von all dem verabschieden zu können.
So ermuntere ich fortlaufend Menschen, die ich begleite, ihrem Glauben zu folgen und dorthin zu gehen, wo sie die wirkungsvollste Hilfe für ihr Lebensproblem vermuten. Im Falle einer lebensbedrohlichen Krankheit beginnt dies oftmals sogar im Widerspruch zu einem fundierten naturheilkundlichen Wissen des Betroffenen mit Besuchen und Diagnostik im schulmedizinischen Krankenhaus. Und die Reise endet keineswegs mit dem kontrastreichen Besuch bei „Wunderheilern“ irgendwo auf dieser Welt.
Gesundet man auf diesem Wege oder erfährt wenigstens dauerhafte Linderung, ist alles bestens. Es wird andere Gelegenheiten geben, die nächsten Schritte zum Erlebnis natürlicher Einfachheit zu gehen. Die deutsche Sprache sagt schlicht „Es heilt!“.
Heilung ist immer Selbstheilung, und diese kann man einfach oder beliebig kompliziert anregen. Das ist das ganze Geheimnis in der Tiefe.
Gibt es auf diesen Stationen des Weges nur zeitweise Linderung oder versagt die Therapie, wird der Glaube an das bevorzugte Verfahren erschüttert. Die innere Kopplung zum Beispiel an die Sichtweise der Schulmedizin erlischt.
So habe ich es während meiner eigenen Krankheitsgeschichte mit zahlreichen „versagenden“ Therapien als Patient selber erlebt. Bleibt der Erfolg aus, geht die Reise weiter zu umfassenderen Strategien und tieferen Erkenntnissen, die immer mehr die Beziehung zwischen Psyche und Körper mit einbeziehen. Es erschließt sich das breite Feld naturheilkundlicher Therapien.
Immer wieder geht es darum, Glaubenssätze zu erfüllen, seiner damit verbundenen Angst zu folgen und Entspannung zu erfahren. Es ist eine Art und Weise, in seinem Menschsein wirklich anzukommen.
Man sollte nach seinem Glauben handeln, nur das entspannt.
Entspannung geht Hand in Hand mit der Aktivierung des Parasympathikus, des Heilnerves. Dessen Aktivierung ist der entscheidende und einzige Schlüssel zur Genesung. „Es heilt!“.
Es mag widersinnig klingen, doch schon allein aus diesem Grunde ist beginnend mit der materialistisch geprägten Schulmedizin jedes Therapieverfahren als Erfahrungsfeld unverzichtbar.
Wir haben keine Probleme, wir sind das Problem. Wir finden daher naturgesetzlich leicht auch die Lösung in uns. Meine eigene Krankheitsgeschichte hat mich unter anderem gelehrt, dass ich weder als Heiler noch als Therapeut den Erfolg für jemand Anderen machen kann. Dennoch war ich wie jeder „gebildete Mensch“ in der überaus realen Illusion verfangen, dass dies möglich sei. Diese Lebenshaltung verhindert jede Heilung.

Die systemeigene Statistik eines gescheiterten medizinischen Apparates liefert dazu seit vielen Jahren die Zahlen. Mit der Volksgesundheit geht es seit über 150 Jahren fortlaufend bergab. Nur ein exzellentes Marketing kann dies für die Massen erfolgreich verschleiern. Jeder muss und kann nur auf seinen eigenen Füssen stehen und gehen. Essen, Trinken, Atmen und Denken erinnern uns fortlaufend daran, dass man völlig auf sich allein gestellt ist. Heilung kann nur angeleitet, angebahnt, sie kann nicht gemacht werden.
Krank zu sein, sich Unheil zu fühlen, zeugt von der fehlenden Feinfühligkeit mit Wertschätzung seinem individuellen Wesen gemäß zu leben.
Insofern erfordert es Korrekturen in der Lebenshaltung, die oftmals Angst bereiten. Ist diese Angst allzu groß, bleibt trotz Erkenntnis das Handeln aus. Heilung und sogar Linderung rücken in weite Ferne. Neue, befreiende Erfahrungen können nicht gemacht werden. Wenn man einen Segelkurs bucht, dann aber nach ersten Ausfahrten Angst aufkommt, den Hafen zu verlassen, wird man nie ein erfahrener Segler werden. Man wird nie die Faszination des Spiels von Wind und Wellen erfüllend erfahren.
Die Simplonik ist die Offenlegung der Naturgesetze in ihrer einfachstmöglichen Formulierung, nicht mehr und nicht weniger. Sie „macht“ niemanden gesund, sie funktioniert nicht aus sich heraus. Sie liefert die Grundlage für wirkungsvolle Vorgehensweisen, die ich unter dem Begriff Angewandte Simplonik zusammenfasse.
Simplonik vermittelt Wissen. Sie ist kein Konsumprodukt. Sie „wirkt“, wenn man handelt. Sie schafft die Grundlage für Handlungsfähigkeit. Jeder Erfolg obliegt dem Lernenden und hoffentlich Handelnden.
Insofern sprechen wir hier über präzise Sachverhalte, zu denen allein die Angst den Zugang verstellen kann. Es ist die Angst von Menschen, die geformt durch das Bildungssystem gerade beim Thema Gesundheit und Lebenssinn von einer passiven „Hilf mir, mach mich gesund“-Haltung gelähmt werden.
Warum hat die Simplonik nicht geholfen? Das ist eine als Frage formulierte Meinung, die daraus resultiert. Korrekterweise müsste die Frage lauten: Was hat den „Gescheiterten“ daran gehindert, das Wissen nach anfänglich vielleicht sogar beeindruckendem Erfolg weiter konsequent anzuwenden? Damit wären wir wiederum bei den anerzogenen, gesellschaftlichen Programmierungen.
Bildung soll den Menschen für die Gesellschaft optimal nutzbar formen. Das ist allzu leicht verständlich, denn sonst würde das System nicht funktionieren. Ob jemand das nun absichtlich geplant hat, oder es sich aus dem selbstgeschaffenen System ergibt, ist nebensächlich.
Alle menschlichen Probleme und Krankheiten sind die Folge unterdrückter Einzigartigkeit. Wenn Menschen krank werden und sterben, dann leiden sie an der Unterdrückung ihrer Individualität und Lebendigkeit.
So lässt es sich in kürzester Weise formulieren. Sie gehen daran zugrunde, einem System gefallen zu wollen, das von ihnen nur Berechenbarkeit, Gehorchen und Funktionieren erwartet. Wir wollen das, wozu man uns erzogen hat, selbst wenn es sich völlig gegen unsere tiefste Sehnsucht und Individualität richtet.
Menschen wurden zu Personen gebildet, die das wollen, was man von ihnen will. Viele erkennen das während ihrer „simplonischen Lehrzeit“, die ich in intensivster Form als IST-Begleitung anleite. Die ersten Erfolge durch angewandtes Wissen, die immer eigene Erfolge durch TUN sind, lassen selten länger als 2-3 Wochen auf sich warten. Selbst vorab ausgesprochene schulmedizinische Todesurteile haben keinen Einfluss auf diesen Verlauf.
Der Weg zu diesem Erfolg mittels der IST-Begleitung ist gerade das Gegenteil von dem, was ein „bürgerlicher Gutmensch“ von einer „Therapie“ erwartet. Die Natur kennt weder Krankenhäuser noch Pflegestationen und doch heilt alles effizient und schnell. Die einzige Ausnahme ist die Folge einer zu hohen Dichte von Lebewesen einer Art. Das ist das Problem der Monokulturen und der Massentierhaltung. Deren Probleme sind Eins zu Eins in der freien Natur wiederzufinden.

Mit eigenem TUN Heilung indirekt anbahnen, ist das einzige Geheimnis. Naturgesetzliches Wissen wird korrekt angewandt. Es sind nur wenige Rahmenbedingungen, die eine so wirkungsvolle und leichte
Art der Heilung ermöglichen. Hilf Dir selbst, sonst hilft Dir keiner, wäre die Übersetzung konsequenter Naturbeobachtung in einen Leitsatz.
Jede Erleichterung, jeden Krankheitsgewinn gilt es strikt zu verhindern. Nur so erfährt sich der Leidende in seiner wirklichen Situation. Ungeschönt muss die Bedrohlichkeit einschränkender oder gar lebensgefährlicher Beschwerden mit allen Sinnen wahrgenommen werden können.
Jede noch so gut gemeinte Hilfe und Unterstützung erschwert den Weg zur Gesundung oder Problemlösung.
Jede Hilfestellung bedeutet eine Abschwächung des Körpersignals und damit eine Einschränkung der Heilungsmöglichkeit. Ich habe selber mehr als einmal sehr kritische Situationen durchlebt, in denen mich meine Familie gerne im Krankenhaus, Operationssaal oder auf der Intensivstation gesehen hätten.
Ich habe es vorgezogen, ohne jede Hilfestellung in meinem Bett zu liegen und auf allen Vieren über Wochen hinweg nur zur Toilette zu kriechen. Ich war mir keineswegs sicher, dass ich dies überleben werde. Zugleich hatte ich die Gewissheit, dass alles Andere nur der Verdrängung und einer trügerischen und vorübergehenden Linderung gedient hätte.

Neben diesen kurzen Einblicken in meine eigene Leidensgeschichte will ich etwas ausführlicher von einem sehr viel beeindruckenderen Beispiel berichten, das sich während einer IST- Begleitung vor einigen Jahren ereignete.
Damals erhielt ich die Anfrage einer Schriftstellerin und Seminarleiterin aus der Schweiz, die ich flüchtig schon seit vielen Jahren kannte, ob sie zu einer IST-Begleitung zu mir kommen könne.
Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich nach einer langjährigen, schweren Krankheitsgeschichte in einem Krankenhaus.
Vom Kopf an abwärts durch eine „unheilbare“ Nervenerkrankung (ALS war es in diesem Fall) gelähmt, hatte ihr der behandelnde Oberarzt den in der Schweiz gestatteten Freitodcocktail nahegelegt. Er wollte ihr das Sterben in dieser aussichtslosen Situation erleichtern.
Sie war damit nicht einverstanden und nahm Kontakt mit mir auf. Ich sagte ihr zu und sie reiste unter widrigsten Umständen an. Inzwischen hatten sich zeitweise schon Lähmungen der Atemmuskulatur mit Erstickungsanfällen eingestellt.
Einmal angekommen, wurde sie bei winterlichen Temperaturen um die 0 Grad regengeschützt außerhalb des Hauses auf einem einfachen Sofa gebettet. Es gab keine Ablenkung, keine Unterhaltung. Der Tag verlief für sie in Monotonie und Langeweile.
Unterbrochen wurde dies nur durch zwei jeweils etwa einstündige Gespräche, die ich vormittags und nachmittags mit ihr führte. Inhalt dieser Gespräche war es, die Signalfunktionen des Körpers (Symptome) zu verstehen. Oder ungewöhnlicher formuliert lautete die Frage für sie: Warum lähme ich mich bis zur vollständigen Handlungsunfähigkeit und Abhängigkeit? Warum will ich nicht auf eigenen Füssen stehen und die Gelegenheit meines Lebens ergreifen?
Inhalt und Ergebnis dieser Gespräche interessieren hier nicht weiter. Mir geht es an dieser Stelle um die Verdeutlichung der Tatsache, wie das Weglassen von Hilfeleistung zu einem enormen Anschub für Linderung und Heilung wird.
Der Vergleich klingt aufs erste Hinhören vielleicht banal. Gipst man ein Bein ein, wird es innerhalb kürzester Zeit spindeldürr. Alles folgt dem Weg des geringsten Widerstandes. Wo Unterstützung geboten wird, bildet sich die eigene Leistungsfähigkeit zurück. Dies gilt für jede Art von Hilfeleistung, die einem anderen Lebewesen das Überleben dauerhaft erleichtert.
Es genügten wenige Tage, dann war die Atemlähmung Vergangenheit. Bald darauf konnte sie erstmals wieder sitzen. Also verbrachte sie den größten Teil des Tages fortan sitzend und ohne Abwechslung. Nach etwa zwei Wochen kehrten Gespür und Beweglichkeit in beide Arme zurück. Von einer koordinierten Bewegung konnte allerdings noch keine Rede sein.
Zu diesem Zeitpunkt setzte ich sie an einen Tisch. Das Essen wurde mit dem Hinweis vor sie gestellt, dass sie nun selber essen müsse, sonst gäbe es nichts. Die Zeit des Fütterns wurde hiermit von mir rigoros beendet. Sie war entrüstet, was oberflächlich verständlich war, denn in der gegebenen Situation war an den Griff nach der Gabel noch gar nicht zu denken. Doch es dauerte keine zwei Tage und sie konnte zu ihrem Erstaunen „wie durch ein Wunder“ die Gabel greifen. Wenn auch unsicher, nährte sie sich nach langer Zeit zum ersten Mal wieder selber.
Erneut verging eine Weile, dann zuckte es im rechten Fuß, den sie somit nach Jahren erstmals wieder spürte und leicht bewegen konnte.
Dieses Ereignis wurde zum Wendepunkt. Es kamen die unbewussten Ängste vor dem „auf eigenen Füssen im Leben zu stehen“ so massiv hervor, dass sie sich auf verschiedenste Art blockierte, Aufgaben verweigerte und damit vorläufig den weiteren Weg zur Linderung und eventuellen Heilung blockierte. An dieser Stelle beendete ich nach langen acht Wochen die Zeit der IST-Begleitung, die üblicherweise nie länger als vier Wochen dauert.
Sie kehrte nach Hause zurück und soweit wir ihren weiteren Weg aus der Ferne verfolgen konnten, schritt die Verbesserung nach einer Phase der Stagnation wohl doch weiter fort. Trotzdem starb sie etwa ein Jahr später an ihrer Erkrankung.
Die Ängste vor der Veränderung und der gelebten Individualität waren größer als der Wunsch und die Sehnsucht in ihrem Leben bleiben zu wollen und es zu wagen. Immerhin gab sie zwischenzeitlich Kurse, wie man wieder aus dem Rollstuhl herauskommt.
Ihre Geschichte und ihr Scheitern machen vielleicht traurig. Wertvoll hingegen ist die Eindringlichkeit, mit der die heilungsfördernden Auswirkungen der „unterlassenen Hilfeleistung“ deutlich werden. Es ist die praktische Anwendung eines einfach formulierten Naturgesetzes, das lautet „Alles folgt dem Weg des geringsten Widerstandes.“
Alles im menschlichen Leben verändert sich, wird einfacher und transparenter, wenn wir Naturgesetze in allgemeinverständliche Worte fassen und auf Körper und Psyche anwenden.
Wie so oft in der modernen Gesellschaft steht also auch in Medizin und Pflegeindustrie alles auf dem Kopf. Klassische Hilfeleistungen sind eine Garantie dafür, dass mehr als vorübergehende Linderung nahezu ausgeschlossen ist.
Wer wirkungsvollen Beistand zur Heilung spenden möchte, die immer Selbstheilung ist, wird den Leidenden mit Respekt bis weit jenseits der bekannten Grenzen leiden und seine Symptome erfahren lassen.
Der Volksmund sagt: Hilf Dir selbst, sonst hilft Dir keiner. Es ist ein missverstandener Satz voll tiefer Weisheit.
Aus diesen in aller Kürze beschriebenen Zusammenhängen resultiert eine traurige Regel, deren unerbittliche Wirklichkeit ich seit nunmehr beinahe 30 Jahren beobachte. Da verlässt jemand mit einer schwerwiegenden Erkrankung zum Zwecke der Gesundung das heimische Umfeld. Er findet einen Weg zur Linderung. Die Hoffnung auf Heilung erscheint als Silberstreif am Horizont. Doch kehrt er ohne Gefühlskontakt mit der psychischen Ursache des körperlichen Geschehens zurück, stirbt er meist innerhalb von acht Wochen.

?Es liegt eine düstere Tragik in diesem Geschehen. Mit dem bewussten Wunsch und Willen dem Anderen nur Gutes tun zu wollen, werden die Beschwerden durch liebevolle Pflege von den Nahestehenden abgefedert. Es geschieht genau das Gegenteil des Gewünschten. Alte Beziehungsmuster und stillschweigende, lebensfeindliche Kompromisse werden reaktiviert, aus denen heraus die sogenannte Krankheit erst entstehen konnte.
Diese traurige Tatsache ist nun nicht in Stein gemeißelt. Grundsätzlich gibt es durchaus die Perspektive, dass selbst bei gravierenden, auch lebensbedrohlichen Problemen die Selbstheilung zu Hause erfolgreich angeregt werden kann. Auf diese Chance und Perspektive sollten wir die Aufmerksamkeit richten.
Wenn in der Natur Lebewesen auf einfachste Art und Weise genesen, muss dies auch für den Menschen im modernen Umfeld möglich sein. Beispiele dafür kenne ich genug, von denen ich exemplarisch nur drei erwähnen möchte.

Da gibt es zum Beispiel Silvia, eine Norditalienerin aus der Nähe von Brescia, die allein mit dem Verzehr der SEIN-Mineralien ihren Morbus Crohn samt massiver chronischer Polyarthritis durch Aktivierung der Selbstregulation innerhalb von vier Jahren weitestgehend auflösen konnte. Alle Medikamente konnte sie absetzen und benötigt zur Zeit nur noch geringste Mengen Cortison. Texte zur Vertiefung des Verständnisses der wirklichen Zusammenhänge konnte sie nicht lesen, da es bisher keine Übersetzung simplonischer Literatur in das Italienische gibt. Die Anbahnung der Selbstheilung durch die SEIN-Mineralien war dennoch möglich, denn die Hingabe an die notwendigen inneren Veränderungen kann vollkommen unbewusst geschehen. Wäre dies nicht möglich, gäbe es keine Spontanheilungen. Man muss sein Problem nicht mit Worten benennen können. Es genügt die Hingabe an die Veränderung.

Johannes aus Tirol, dem ich bisher nicht von Angesicht zu Angesicht begegnet bin, schrieb mir kürzlich voller Freude, dass eine Multiple Sklerose mit bereits eingetretenen Lähmungserscheinungen innerhalb eines halben Jahres völlig verschwunden war. Die vor wenigen Wochen stattgefundene schulmedizinische Nachuntersuchung bestätigte ihm die Normalisierung aller veränderten Werte. Er hatte allein die SEIN-Mineralien verzehrt, das Simplonik-Anwen?dungshandbuch intensiv studiert und sich wieder und wieder die für ihn passenden Simplonik-Interviews auf Querdenken TV und Simplonik TV im Netz angeschaut.
Und nicht zuletzt gehört dazu die Krebsgeschichte meines Vaters, der vor Jahrzehnten zum Sterben nach Hause geschickt worden war. Auch seine Genesung spielte sich weitgehend im häuslichen Umfeld ab.
Die Geschichte dieser Menschen macht Mut. In diesen Erfolgen steckt eine Systematik. Der sogenannte sekundäre Krankheitsgewinn durch Zuwendung, Aufmerksamkeit und Pflege muss dabei weitgehend ausgeschaltet sein. Das ist eine große Herausforderung an das familiäre, liebende Umfeld, wenn es dann existiert.
Wirklich lieben heißt konfrontieren zu können und ehrlich zu sein. Zusätzlich muss eine Sehnsucht nach Leben vorhanden sein, nicht allein nach Gesundwerden. Die Frage muss lauten: Was werde ich mit meiner wiedergewonnenen Gesundheit tun?
Es ist wie mit der Frage um das liebe Geld. Geldhaben zu wollen, trifft nicht den Kern. Entscheidend ist, was wir mit diesem Geld tun wollen und werden. Wird es eine weitere Versicherung, eine Altersversorgung, ein neues Auto, eine Weltreise oder ein für das Leben bereicherndes Seminar sein?
Was also werde ich mit meiner wiedergewonnenen Gesundheit tun? Werde ich die neugewonnene Beweglichkeit, mein neugewonnenes Leben wirklich für mich einsetzen? Werde ich mit Demut und Freude mehr und mehr der sein, der ich von Geburt an war? Werde ich es riskieren, aus der gebildeten Form des Bürgers, der Person herauszuwachsen? Werde ich dabei liebevoll und zugewandt respektieren, dass ich davon noch ein ganzes Stück entfernt bin und mich respektieren, so wie ich jetzt noch bin?
Möge es gelingen, mit heiterer Selbstironie die eigene „Rückständigkeit“ zu respektieren. Gelingt dies, schrumpfen selbst bösartige Tumoren im Verlauf weniger Wochen.
Daran ändert selbst eine tödliche Prognose nichts. Traurig wird es, wenn selbst erkannte Rollen als Person, als Mensch mit Maske am Ende nicht in ausreichendem Maße aufgegeben werden können.

?Für mich sind alle Menschen, besser gesagt alle Personen, die Im Kampf um den Erhalt ihrer Maske zerbrechen und unerbittlich folgerichtig sterben, Mahnmal und Aufruf zugleich. Keinesfalls sollte man das von Kindheit an ins Unterbewusste gelegte Bündel der Glaubenssätze unterschätzen, die allein den herrschenden Nutznießern der Gesellschaft dienen.
Unsere Zeit ist keineswegs so aufgeklärt und entwickelt, wie es den Anschein hat, weshalb ich erneut betone: Noch niemals wurde mehr und kritikloser geglaubt als heute.
Wie könnte es anders sein, wenn die Datenmenge, ich sage bewusst nicht Wissen, und die Zahl der Spezialisten rasant wächst.
Nun könnte man innezuhalten und das jedem Menschen gegebene natürliche Talent zur sinnvollen Informationsauswahl üben und heranreifen lassen. Stattdessen verneigte man sich in den Systemmedien vor den programmatischen Aufrufen von sympathischen, aber zweifellos irrsinnigen Personen aus den Unternehmen des Silicon Valley. Möge sich doch der Mensch mit der sich rasant entwickelnden technischen Entwicklung verschmelzen. Das Ergebnis? Es soll ein neudeutsch Cyborg sein. Der Mensch soll endgültig zur Biomaschine mit technologischer Unterstützung werden.
Es wäre das Ende jedes freien Denkens und lebendigen Fühlens. Es wäre die Perfektionierung des bisherigen Bildungssystems, mit dem jedes beliebige Weltbild unterfüttert mit handlungsbestimmenden Glaubenssätzen geschaffen werden kann.

Leben findet statt, wenn man täglich des Todes gedenkt. „Mögest Du in Frieden ruhen“ oder „Du bist jetzt ins Licht gegangen.“ In den traurigen Nachrufen der Hinterbliebenen, denen jeder Zugang zur natürlichen Verbindung von Leben und Tod fehlt, finden sich oft solche und ähnliche Aussagen.
Erschütternd ist, dass diese Aussagen oft von Menschen stammen, die sich ohne jeden Zweifel schon sehr kritisch mit sich selbst, dem System und dem Leben auseinandergesetzt haben. Zugleich zeigt ihre Wortwahl, dass sie trotz der kritischen Distanz zum behaupteten Weltbild unverändert in der religiösen Falle der großen Kirchen oder im esoterischen Weltbild feststecken. Selbst Letzteres wurde wohl gezielt geschaffen, um die Unzufriedenheit angesichts des trostlosen Funktionierens im Rahmen moderner Gesellschaften aufzufangen.
?Das Jenseits ist physikalisch korrekt das Jenseits unserer Sinne, jenseits unserer Sinneswahrnehmung. Dort gelten dieselben Naturgesetze wie Diesseits, also im Wahrnehmungsbereich unserer Sinne. Im Jenseits gibt es daher weder Ruhe noch nur Licht. Alles ist in Bewegung. Es ist in Bewegung, weil es Gegensätze gibt und geben muss. Das Jenseits und das wirkliche Dasein des wirklichen Menschen sind nüchterne Physik. Zugleich ist im Erleben alles so erfüllend wie faszinierend, wenn man Gefühlstiefe und als deren Voraussetzung Feinfühligkeit wagen kann.
Wer für sich zuhause Simplonik studiert, wird dies alsbald erkennen und vielleicht wie ich seinerzeit erst mal entsetzt über die Tiefe des installierten Glaubenssystems sein. Doch diese Klarheit ist zugleich der erste Schritt zum wirkungsvollen Handeln. Möge es also niemand bei einer oberflächlichen Frage belassen, warum etwas angeblich nicht funktioniert habe, sondern Zeit investieren, um mit Hilfe der Simplonik aus Glauben und Vermutungen Wissen werden zu lassen.
Der Aufwand für die Erkenntnis erster Zusammenhänge ist überschaubar, es erfordert nicht mehr als Lesen, Prüfen und selber durchdenken. Das kann man in den eigenen vier Wänden tun und es gelingt mit den Simplonik-Fernkursen zukünftig noch leichter. Wer es nicht tut und nur in Fragen formulierte Meinungen äußert, ohne wenigstens zu lesen und zu prüfen, bewegt sich nicht und disqualifiziert sich selber. „Nichts glauben, Alles prüfen“ sollte der Leitsatz sein.

Uli Mohr im Dezember 2016

 

Simplonik-Fernkurse
Ein Simplonik-Basiskurs kann jederzeit sofort nach Anmeldung begonnen werden. Er enthält 9 Video-Module, zu denen man im Abständen von 14 Tagen Zugang erhält. Er erstreckt sich über 4 Monate.
Die Jahreskurse enthalten 16 Video-Module und zzgl. 7 Live-Webinare, die jeweils nach jedem zweiten Video stattfinden. Die Jahreskurse haben jeweils einen festen Starttermin. Der nächste beginnt am 3. April 2017. Ausführliche Infos zu den Online-Kursen gibt es auf der Kurs-Website: http://simplonik-fernkurs.de

 

Dr. Ulrich Mohr
Dr. Ulrich Mohr, Arzt, Therapeut, Begründer der Simplonik, Autor, Seminarleiter, Experte der Lebensenergie-Konferenz: zum Expertenprofil